Aktuelles

September 2014

Am Wochenende vom 19.-21. September fand im niederländischen Kerkrade das Bundessschützenfest statt. Am Sonntag gab es das Highlight der Veranstaltung, den großen Umzug durch die geschmückte Stadt, bei dem rund 10.000 Schützen, rund 100 Musikvereine sowie 60.000 Besucher erschienen.

Vor dieser tollen Kulisse konnte auch die Privat-Musikkapelle Scherpsenseel ihr Können unter Beweis stellen. Mit einer Gruppe von 35 Musikerinnen und Musikern  lief der Verein auf und konnte das Publikum musikalisch voll überzeugen.

August 2014

Unter dem Motto „Musik im Dohmenpark“ veranstaltete die Privat-Musikkapelle Scherpenseel am 23. Und 24. August wieder ihr bekanntes Open-Air-Festival im Willy-Dohmen-Park in Windhausen. Trotz des zunächst mäßigen Wetters am Samstagabend durften sich zahlreiche Zuhörer über ein kurzweiliges Programm durch zwei Musikgruppen freuen, welche überwiegend aus vereinseigenen Musikern eigenverantwortlich organisiert wurden. 

Während „Dixie-Twins & Co.“ mit zahlreichen Dixieland Arrangements glänzten, wurde im Anschluss eine bunte Mischung aus modernen wie auch klassischen Rock- und Pop-Songs durch eine Rock-Combo präsentiert. 

Am Sonntagmorgen eröffnete dann das Orchester der Privat-Musikapelle Scherpenseel den zweiten Tag des Festivals mit konzertanter Marsch- und Blasmusik. Weiterhin durften sich zahlreiche Zuhörer bei bestem Sommerwetter über Musik von der Fanfare Victoria Rimburg und dem Instrumentalverein Herbach erfreuen. Den Schlusspunkt setzte dann wieder die Sjpasskapel Oam Zat in bekannt fröhlicher Art.

 

 

 

 

April 2014

Die „Faszination Musik“ galt auch als Motto des Konzertes, auf das sich die Privat-Musikkapelle Scherpenseel (PMS) unter ihrem Dirigenten Günter Preuth monatelang mit akribischer Sorgfalt vorbereitet hatte.

Ein anspruchsvolles Motto also, dem der Abend jedoch in jeder Beziehung gerecht wurde. Denn die Zuhörer erlebten eine mitreißende Programmfolge aus Märschen, Schlager- und Musical-Potpourris sowie Filmmusiken. Zudem sorgte ein Licht-Design für interessante Farbenspiele, und man konnte sich auf Monitoren über die dargebotenen Werke informieren.

Thomas Preuth und Clarissa Engels führten mit heiteren wie auch erläuternden Dialogen durch das Programm. Das Konzert galt außerdem als Benefizveranstaltung für die Förderung der eigenen Jugendarbeit. Diesen Umstand hob Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in einem kurzen Grußwort hervor.

Mit geisterhaft-fahler „Thriller“-Musik öffnete sich der Bühnenvorhang, und schon die ersten Takte zeigten die vorzügliche Qualität des PMS-Klangkörpers. Auch die schmetternden Akkorde des Marsches für den Herzog von Braunschweig verfehlten ihre Wirkung nicht. Diese Komposition erinnerte an den preußischen Oberkommandierenden, der die französische Revolution bekämpfte.

Romantisch wurde es bei der Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé, wo sich gefühlvolle Puszta-Weisen mit leidenschaftlich wilden Passagen abwechselten. In das pulsierende Großstadtleben von Manhattan führte dagegen das „Sunday-Scherzo“, in dem der Lauf eines Joggers durch den Central Park beschrieben werden soll.

In den raschen Triolenketten gelingt es allerdings beim besten Willen nicht, ein Jogging herauszuhören – das änderte sich erst in der Coda, die durch die straffe Rhythmik eines Geschwindmarsches geprägt ist. Was aber viel stärker bei den Zuhörern haften blieb, war das fulminante Trompetensolo von Sebastian Kriska, einem der besten Nachwuchstalente des Orchesters. Zu Recht gab es nach dem Schlussakkord stürmischen Sonderapplaus.

Mit einem schönen Alt-Solo gefiel anschließend die Sängerin Ramona Peter, deren Vortrag dezent von Thomas Preuth am Keyboard und Heinz Lyko am Tenor-Saxophon untermalt wurde. Ein Höhepunkt des Abends waren „Musical Highlights von Andrew Lloyd Webber“. Hier hatte Dirigent Günter Preuth Auszüge aus dem „Phantom der Oper“, aus „Starlight Express“ und anderen Werken Webbers zum einem großangelegten Medley arrangiert, das mit raffinierter Instrumentierung und rasch wechselnden Klangbildern bestach.

Auch Thomas Preuth, Sohn des Dirigenten, nahm zu einigen Stücken den Taktstock in die Hand. Bei dem „Sinfonic Porträt“ über die Beatles aus der Feder von Guido Rennert erwies er sich als umsichtiger Orchesterleiter. Bekannte Beatles-Schlager wie „ All you need is Love“, „Yellow Submarine“ und „Yesterday“ ließen die Zuhörer leise mitsummen – und bei „Hey Jude“ wurden sie sogar zum Mitsingen aufgefordert.

Mit dem Marsch „Kameraden auf See“ ging es in die Pause. Zum zweiten Teil des Abends elektrisierte die PMS sogleich mit „Funk Attack“, und bei „Need to be in Love“ zeigte Heinz Lyko am Saxophon erneut sein vorzügliches Können, und auch beim „Böhmischen Traum“, bei „Night an Day“, „I just can‘t stop loving you“ und „Something stupid“ meisterten Günter Preuth und sein Orchester alle technischen und klanglichen Probleme ohne große Mühe. Einen weiteren Glanzpunkt setzte die „Phil Collins Collection“, und auch bei dem abschließenden Marsch „Vorwärts“ zeigte sich die PMS von ihrer Schokoladenseite.

Klar, dass man an einer Zugabe nicht vorbeikam, wonach man zusammen mit dem restlos begeisterten Publikum in einer „After-Show-Party“ den Erfolg feiern und begießen konnte.

(Quelle: Johannes Gottwald, Aachener Zeitung)

Dezember 2013

Gleich mehrfach waren die Musikerinnen und Musiker der Privat-Musikkapelle Scherpenseel in diesem Jahr in der Vorweihnachtszeit zu hören.

Wie seit einigen Jahren gestaltete die Privat-Musikkapelle auch in diesem Jahr ein kleines vorweihnachtliches Konzert auf dem Aachener Weihnachtsmarkt. Am 09.12. bezog der Musikverein um 19:00 Uhr Stellung auf der Bühne in traumhafter Kulisse. Zwischen Rathaus und Dom stimmten die Musikerinnen und Musiker die Besucher des Weihnachtsmarktes mit traditionellen wie auch mit modernen Advents- und Weihnachtsliedern in vorweihnachtliche Stimmung. Ohne eine Zugabe durfte der Musikverein unter Leitung von Thomas Preuth die Bühne nicht verlassen.

Am 3. Advent machten sich dann einige Musikerinnen und Musiker des Vereins auf den Weg, um in der Wohnstätte der Lebenshilfe in Scherpenseel sowie in Altenheimen den Bewohnern mit weihnachtlicher Musik eine Freude zu bereiten. Jeweils eine halbe Stunde waren die Musikerinnen und Musiker in den verschiedenen Einrichtungen zu Gast. Startpunkt war das Wohnheim der Lebenshilfe in Scherpenseel, bevor es weiter ins AWO-Carolus Seniorenheim in Übach ging. Hier begleiteten die Bewohner der Einrichtung die Musiker tatkräftig mit ihrem Gesang. Weiter ging es im Altenheim St. Josef in Übach. Zum Ausklang fand sich die Abordnung des Vereins an der lebensgroßen Krippe der Familie Kleinen ein. Nicht nur den Musikerinnen und Musikern bereitete der Tag viel Freude, sodass einer Wiederholung im kommenden Jahr nichts im Wege steht.

Ein letztes Mal wird die Privat-Musikkapelle Scherpenseel in diesem Jahr am 4. Advent zu hören sein, wenn traditionell die Stiftungsmesse vom Musikverein in der Scherpenseeler Kirche St. Mariä Himmelfahrt um 09.30 Uhr gestaltet wird.

Wir möchten Ihnen und ihren Familien schon jetzt ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünschen und alles Gute für das kommende Jahr! 

November 2013

Wir, die Musikinnen und Musiker, sind mit Partnern am Freitag, dem 1. November 2013 mit einem Bus in Richtung Stuttgart gefahren. Noch in bisschen verschlafen doch gut gelaunt starteten wir in Scherpenseel. Bald schon stellten die Organisatoren fest, dass man zu wenig Getränke eingekauft hatte. Zwischendurch wurde eine Rast gemacht, die allen durch das von vielen gut bestückte Frühstücksbüfett im Freien sehr gut gefallen hat. Ob Käse, Frikadellen, Schnitzelchen und Vieles mehr, alles war reichlich da und gespendet worden. Im Bus gab es dann so manchen „selbstgebrauten“ Schnaps schon zu kosten. In Stuttgart angekommen, wurden die Zimmer im sehr zentral gelegenen 

Hotel verteilt. Anschließend hatte jeder die Möglichkeit, die City von Stuttgart allein oder in Gruppen kennenzulernen. Abends traf man sich dann zum gemütlichen Essen im Brauhaus Schönbuch. Bis spät in Nacht wurde gefeiert und musiziert.

Samstagmorgen hatte dann jeder wieder zur freien Verfügung. Am Nachmittag startete dann eine gefahrene und gelaufene Führung durch Stuttgart. Am Abend fuhren wir alle gemeinsam zu einer Weinprobe mit Besichtigung des Weinkellers. Zur zünftigen Mahlzeit gab es verschiedene Weine zu kosten. Wir hatten eine tolle Stimmung. Am Hotel wieder angekommen haben wir dann um 0 Uhr für unsere Geburtstagskind Tanja Wunderkerzen angezündet und ein Ständchen gespielt und gesungen. Anschließend sind wir dann noch mit fast allen Mitreisenden zu „Sophies Brauhaus“ gegangen und haben den frühen Morgen bei einer Maß Bier ausklingen lassen.

Gut gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück traten wir dann am Sonntag die Heimreise an mit einem Zwischenstop bei Schloss Ludwigsburg mit Führung. Gut gestärkt durch ein opulentes Mittagsmahl ging es dann auf die Autobahn Richtung Heimat. Die Fahrt war wieder zünftig wie man die Truppe so kennt.

Resümee der Tour: Viele sind mitgefahren, die Fahrt war hervorragend organisiert, auf der ganzen Fahrt herrschte eine angenehm freundliche Atmosphäre untereinander, eine tolle zu Weilen ausgelassene Stimmung. Die Gemeinschaft hat davon profitiert und das Wir-Gefühl gestärkt. Aussage des Busfahrers: Ich habe noch nie eine Gruppe gefahren, bei der Jung und Alt so gut miteinander harmonieren!“ 

Juni 2013

Eine strahlende Martina Waliczek erlebten bei der jüngsten Auflage des Musikgartens auf dem Übacher Rathausplatz Auftretende wie auch Gäste. Die Organisatorin aus dem Kulturbüro im Rathaus freute sich bei der dritten musikalischen Reise durch die Region nicht nur über viele Aktive, die den Sonntagnachmittag zum Hochgenuss machten.

Martina Waliczek war auch glücklich darüber, dass dieses Treffen musikbegeisterter Menschen von herrlichem Wetter begleitet war, was dieses Open-Air-Angebot zu einem nachhaltigen Erlebnis machte. „Es macht richtig Spaß zu sehen, wie sich bei diesem schönen Wetter so viele Musiker einsetzen, um den Traum von einem tollen Musikgarten wahr werden zu lassen.“

Damit waren auch die Wünsche von Norbert Preuth in Erfüllung gegangen. Denn der Chef der Privat-Musikkapelle Scherpenseel hatte sich nicht so ein Regen-Desaster wie im vorigen Jahr gewünscht, und seine Hoffnungen wurden erfüllt.

Norbert Preuth empfing sogar eine besondere Ehrung, da er in diesem Jahr seine ganz besondere „Silberhochzeit“ mit der Privat-Musikkapelle feiert, für 25-jährige Mitgliedschaft und großes Engagement im Vorstand.

Doch die Hauptsache an diesem herrlichen Übacher Nachmittag war die Musik. Das Trommler- und Pfeiferkorps aus Übach-Palenberg holte sich dafür tatkräftige Unterstützung bei den Freunden des Spielmannszugs aus Niederheid, und gemeinsam spielten sie wunderbare Melodien.

Die hatten auch Clarissa Engels und René Moosmann gehört, die beiden Moderatoren des Nachmittags. René Moosmann, der nun als Moderator und Entertainer beruflich durchstarten will, sorgte sich in seinen Ansagen natürlich auch um die Spielleute aus Übach-Palenberg, bei denen er viele Jahre aktiv war. Clarissa Engels war dafür die Spezialistin in Sachen Privat-Musikkapelle Scherpenseel, aus der sie – auch als Mitglied – natürlich alle Aktiven kennt.

Doch bevor die „PMS“, wie sie in Insider-Kreisen genannt wird, mit sattem Klang auch unter freiem Himmel überzeugen durfte, waren noch die anderen musikalischen Gäste an der Reihe. So zeigte der Musikverein St. Josef aus dem Heinsberger Stadtteil Horst mit einem tollen Programm und viel Spielfreude, dass er sich die als kleines Dankeschön gedachten Mini-Bierfässchen vom Organisatorenteam redlich verdient hatte. Gleiches galt auch für die Leistungen das Harmonie-Vereins Afden (Herzogenrath), der sich mit wunderschönen Einlagen in die Herzen der weit über 600 Gäste rund um Rathausplatz und den Biergarten Spiertz bestens in Szene setzte.

Zu all dem passte das kulinarische Angebot des Tages. Mit Biergarten und der von Mitgliedern der Scherpenseeler Kapelle zu günstigen Preisen angebotene Cafeteria wurde die Harmonie aus Musikgenuss und leiblichen Genüssen zu einem gelungenen Nachmittag mit Wiederholungsabsicht abgerundet.

(TEXT-QUELLE: Geilenkirchener Zeitung, Lokalteil, 03.07.2013)

Juni 2013

Am Sonntag, dem 16.06.2013 veranstaltete die Privat-Musikkapelle ein Frühschoppenkonzert in der Zeit von 10.30 Uhr – 12.00 Uhr im Willy-Dohmen-Park. Trotz der kurzfristigen Werbung kamen über 200 Zuhörer, um der Unterhaltungsmusik in einem herrlich grünen Naturambiente zu lauschen. Mit einem abwechslungsreichen Programm begrüßte die Privat-Musikkapelle Scherpenseel unter Leitung von Günter Preuth den nahenden Sommer. Bei schönem Sommerwetter nahm der ein oder andere Besucher auch gerne die angebotenen Kaltgetränke an. Besucher, Familie Dohmen und auch wir als Veranstalter zogen positive Bilanz mit dem Fazit, im nächsten Jahr wieder ein Dohmenpark-Fest zu veranstalten. 

Mai 2013

Am 15.05.2013 lud Wolfgang Jungnitsch, der Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg, 16 musizierende Vereine zum Empfang im Schloss Zweibrüggen ein, um die Wertschätzung ihres Engagements im Bereich Kultur und Nachwuchsförderung zum Ausdruck zu bringen. Zu Beginn hielt der Bürgermeister eine kurze Ansprache, in der er noch einmal lobend hervorhob, dass die Mitglieder der Vereine sich in ihrer Freizeit ohne Vergütung engagieren. Viele Veranstaltungen der Stadt Übach-Palenberg seien ohne die tatkräftige Mitarbeit der Vereine kaum möglich. Im Anschluss sorgten dann Mitarbeiter der Stadt für das leibliche Wohlergehen der Gäste.

 Fotos: Markus Bienwald, AZ

Mai 2013

Um Mittag starteten 15 „Väter“, vom Vorsitzenden Norbert Preuth aus mit drei dekorierten Bollerwagen, beladen mit Instrumenten, Schlagzeug und flüssigem Proviant, zur gemütlichen, musikalischen Wanderung. Schon nach einigen hundert Metern kehrte die Truppe beim Ehrenvorsitzenden Gerhard Kochs und Ehefrau Hilde ein, um einen Mittags-Imbiss als Grundlage für die bevorstehende Tour einzunehmen. Einige Märsche gab es als Belohnung. Nachdem ein Bollerwagenreifen geflickt war, ging es durch die Felder nach Scherpenseel. Dort wurde Waltraud Moitroux, der ehemaligen Vereinswirtin, Franz und Margot Reinartz sowie den Eheleute Betsch vom Grenzlandhof ein Ständchen gebracht. Weiter ging es ins Unterdorf zum Dirigenten Günter Preuth, um Nachschub aufzutanken. Nächstes Ziel war unser Ehrenmitglied Franz Cleef, der erst morgens von seinem „Ständchenglück“ erfahren hatte. Der Ausklang der Tour fand in Windhausen beim dortigen Familienfest statt. Natürlich waren auch hier ein paar musikalische Akzente Pflicht. Alle Teilnehmer waren sich einig: Eine tolle Tour, viel gelacht und Spass gehabt und zur Wiederholung geeignet. Am frühen Abend wurde dann die meisten von ihren Partnerinnen, die sich zu „Kaffee und Kuchen“ getroffen hatten, abgeholt.

  

März 2013

Petrus hatte ein Einsehen gehabt: Mit Sonnenschein und den ersten warmen Tagen, aber auch mit mildem Landregen sorgte er bereits im Vorfeld für die richtige Kulisse des Frühlingskonzertes, zu dem die Privatmusikkapelle Scherpenseel eingeladen hatte. Die Mehrzweckhalle neben der Grundschule an der Grotenrather Straße war bis auf den letzten Platz gefüllt, denn man konnte sich auf ein ebenso unterhaltsames wie volkstümliches Programm freuen.
Mit den schmissigen Klängen des Apollo-Konzertmarsches von Jan van der Roost sorgte die Privatmusikkapelle unter der altbewährten Stabführung von Günther Preuth gleich zu Beginn für einen fulminanten Auftakt. Mit bezaubernden romantischen Klängen, die so recht angetan waren, beim Publikum Frühlingsgefühle zu wecken, begann die Ouvertüre zur Oper „Wenn ich König wär“ von Adolphe Adam. Hier gefiel Lukas Schreiber mit schönen Klarinetten-Soli, im nachfolgenden Alle–gro-Abschnitt beherrschten dann energische Blechbläserklänge das Geschehen. Wie viele Ouvertüren des 19. Jahrhunderts nahm auch dieses Werk inhaltlich die Opernhandlung vorweg. So konnte man sich bei der Musik gut den Fischer Zephoris vorstellen, der im Walde davon träumt, einmal König zu sein – und dann unerwartet dem König begegnet, der ihn dazu einlädt, einen Tag lang in dessen Schloss die Regierungsgeschäfte zu führen.


Dabei gibt es natürlich allerhand Durcheinander und Intrigen, aber schließlich ein Happy End. Von Jazzharmonik und dezenten Schlagzeugrhythmen geprägt war anschließend der Bee-Gees-Song „How deep is your love“, der ein ruhiges und besinnliches Intermezzo darstellte. Einen besonderen Höhepunkt bildete zweifellos die großangelegte, von Jay Bocook arrangierte Filmmusik „Der mit dem Wolf tanzt“, die seinerzeit mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Hier wurde der Kapelle ein Höchstmaß an klanglicher und rhythmischer Präzision abverlangt. Und es gab ein besonderes Debüt: Thomas Preuth, der Sohn des Dirigenten, nahm erstmals vor heimischem Publikum den Taktstock in die Hand und leitete die Aufführung dieses Stückes auf sichere und souveräne Weise. Auch beim Medley „Eighties Flashback“ in der Fassung von Paul Murtha stand der junge Musikstudent (Hauptfach Schlagzeug) am Pult, und mit dem Marsch des Großherzogs Friedrich von Baden (den wieder Vater Günther Preuth leitete) wurden die Zuhörer anschließend in die Pause entlassen. Vorher allerdings kam die Privat-Musikkapelle nicht an einer Zugabe vorbei.

Den zweiten Teil des Abends gestaltete die Kapelle Fanfare Victoria Rimburg aus dem benachbarten niederländischen Grenzort, die als Gastorchester eingeladen worden war. Schon 1891 wurde dieser Musikverein gegründet und entwickelte sich bis heute zu einem der besten Blasorchester der Provinz Limburg. Unter ihrem Dirigenten Bert Dirks, der seine musikalische Ausbildung am Konservatorium in Maastricht absolviert hatte, zeigten die Musiker und Musikerinnen sogleich, weshalb sie in der höchsten niederländischen Liga spielen. Die ebenso fußball- wie auch musikbegeisterten Holländer haben nämlich auch ihre zahlreichen Blasorchester nach sportlichem Vorbild in Leistungsklassen eingeteilt.

Der Geschwindmarsch „The Swasbuckler“ rauschte mit höchster Brillanz vorüber, bei den „Fulce de Mistreel“ lebten danach mittelalterliche Ritterspiele vor dem geistigen Auge der Zuhörer auf. Beim Potpourri aus der „West Side Story“ konnte man sich an den populären Songs „Tonight“ und „Some–where“ erfreuen, ebenso zeichneten sich „Shenendoah“ und „One moment in time“ vor allem bei den Bläsern durch mustergültig präzise Intonation und engagierten Vortrag aus.

Die „Prager Gassen“ führten die Zuhörer dann zu den zahlreichen gotischen und barocken Bauwerken der tschechischen Metropole, die vor über 600 Jahren für ein Menschenalter Hauptstadt des „Heiligen Römischen Reiches“ war – die böhmischen Könige trugen über mehrere Generationen hinweg die deutsche Kaiserkrone. Mit stürmischen Ovationen belohnte das Publikum auch diese prächtigen Darbietungen und wurde natürlich mit einer Zugabe bedacht.

QUELLE: Geilenkirchener Zeitung, Lokalteil, 12.03.2013

Dezember 2012

In stimmungsvoller Kulisse auf dem Aachener Katschhof zwischen Rathaus und Dom begeisterten die Musikerinnen und Musiker der Privat-Musikkapelle Scherpenseel auch in diesem Jahr wieder die Besucher des Aachener Weihnachtsmarktes. Bereits zum dritten Mal gastierte der Musikverein hier zur Gestaltung des musikalischen Rahmenprogramms und konnte erneut sein musikalisches Können über die Stadtgrenzen hinaus unter Beweis stellen.

Ein abwechslungsreiches Programm versammelte zahlreiche Zuschauer vor der Bühne. Neben traditionellen deutschen Weihnachtsliedern überzeugten die Musikerinnen und Musiker auch mit internationalen Weihnachtsklassikern. Darüber hinaus wurde das Programm durch das aktuelle Konzertprogramm des Musikvereins ergänzt. Dabei veranlassten die Klänge der größten Abba Hits die Zuschauer sogar zum Tanz auf dem Katschhof. Unter großem Applaus verabschiedete sich die Privat-Musikkapelle Scherpenseel vom Aachener Weihnachtsmarkt und freut sich schon jetzt auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.  

 

 

 
   
© Privat-Musikkapelle Scherpenseel 1906 e.V.